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Peer-Mediation


Peer-Mediation ist eine bewährte Methode der Konfliktbearbeitung unter Berücksichtigung des Mediationsverfahrens. Schülerinnen und Schüler erwerben anhand einer umfangreichen Ausbildung die fachliche und soziale Kompetenz, um bei Konflikten zwischen Schülern als Vermittler aufzutreten. Diese Ausbildung wird im Rahmen der unverbindlichen Übung „Mediation Basic“ und „Mediation Expert“ angeboten.


Diese unverbindlichen Übungen zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler in Konfliktprävention, Konfliktmanagement und Mediation zu schulen und ihnen die damit verbundenen sozialen Kompetenzen näher zu bringen. Zentrale Inhalte in Bezug auf fachliche und soziale Kompetenzen sind daher:

  • Mediationsverfahren anwenden können
  • Kommunikationstechniken anwenden können
  • Konfliktprävention betreiben können
  • Diplomatisch geschickt agieren beherrschen
  • Erkennen und Vorbeugen von (Cyber-)Mobbing
  • Verhandlungs-Know-How entwickeln
  • Gesprächstechniken anwenden können

Die Ausbildung umfasst 72 Stunden zu den Themengebieten Konflikte & Konfliktmanagement, Mediation, Gesprächsführung und Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, etc.

Im Rahmen der Ausbildung erwerben die Schüler daher die Kompetenz, bei Konflikten zwischen „Peers“ zu vermitteln, und im Rahmen des Mediationsprozesses die Streitparteien beim Finden einer Lösung zu unterstützen.



Welche Haltung und Werte stehen hinter Peer-Mediation


Die Grundhaltung hinter dem Engagement für Peer-Mediation sind Ergebnisse der Jugendforschung, die nachweisen, dass Jugendliche viele Verhaltensweisen von ihren „Peers“ – Gleichaltrigen – lernen und oftmals Probleme oder Konflikte leichter und schneller innerhalb der „Peer-Group“ lösbar sind. Daher vertraut das Programm „Peer-Mediation“ auf die bereits vorhandene Kompetenz der Schülerinnen und Schüler und baut diese im Sinne einer kompetenzorientierten Pädagogik aus. Die Schülerinnen und Schüler werden also in Bezug auf ihre fachliche und soziale Kompetenz gefördert, um sie einen weiteren Schritt in Richtung „fit for business“ zu begleiten.

Aus der Perspektive des Lernens von „Peer-Groups“ kommt den Peer-Mediatoren nach der Ausbildung daher nicht nur die Aufgabe der Streitschlichtung im konkreten Einzelfall zu. Einer der Hauptvorteile besteht in der erhöhten sozialen Kompetenz in den Klassen, die von den „Peer-Mediatoren“ durch ihre Ausbildung eingebracht wird. Aus langjähriger Erfahrung sinken die Konflikte in den Klassen dadurch massiv und der Aufbau bzw. die Verstärkung eines positiven Schulklimas wird stark begünstigt.


Um diesen Lerneffekt in den „Peer-Groups“ zu verstärken wird ab dem Schuljahr 2013/2014 ein „Buddy-System“ eingeführt, bei dem die Peermediatoren jüngere Schüler als „Buddies“ begleiten und diesen in Bezug auf Klassenklima und auftretenden Konflikten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Somit werden die Peer-Mediatoren zu Multiplikatoren dieser sozialen Kompetenzen. Dadurch wird der Zusammenhalt der Schülerinnen und Schüler massiv gestärkt sowie das soziale Schulklima positiv beeinflusst und weiter entwickelt.



zuletzt bearbeitet von gkropfberg

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